59- Zwischen Selbstliebe und Schuldgefühlen mit Anna und Zaira
Shownotes
In „Zwischen Selbstliebe und Schuldgefühl“ sprechen Anna und Zaira über den inneren Konflikt vieler Frauen: den Wunsch, für andere da zu sein – und gleichzeitig die Sehnsucht, endlich auch bei sich selbst anzukommen.
Warum fühlen sich Selbstfürsorge und Grenzen setzen manchmal egoistisch oder falsch an?
Die beiden beleuchten aus psychotherapeutischer Perspektive, was hinter Gefühlen wie innerer Leere, Erschöpfung, Orientierungslosigkeit oder dem Empfinden, dass das Leben einfach zu anstrengend ist, stecken kann. Sie sprechen über alte Muster, innere Ansprüche und darüber, wie wir wieder Zugang zu unseren eigenen Bedürfnissen und Wünschen finden können.
Dabei geht es auch um die Frage: Was bedeutet Selbstliebe wirklich? Wo liegt der Unterschied zwischen gesunder Selbstfürsorge und Egoismus? Und wie können wir lernen, uns selbst genauso ernst zu nehmen wie die Menschen, um die wir uns kümmern?
Willst du mehr lernen zum Thema? Dann schau vorbei auf unserer Webseite: www.herzwaerts.ch oder folge uns auf Instagram @herzwaerts_therapie
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:46: Schön seid ihr wieder dabei zu dieser heutigen Folge mit Anna und mir.
00:00:52: Schön bist du hier, Sarah.
00:00:53: Schön bist Du da Anna?
00:00:56: Wir haben schon lange nicht mehr zusammengesprochen!
00:00:58: Das ist jetzt schön Dich wieder mal zu hören... Also ich meine im Podcast... Ich hab's mir schon
00:01:07: ab und zu... Ja voll.
00:01:12: Und heute wollen wir über ein wichtiges Thema sprechen
00:01:16: Über Selbstliebe
00:01:19: Und über Schuldgefühle, die man zwar damit einhergehen und über die Frage bin ich denn egoistisch wenn ich jetzt plötzlich mehr in Selbstliebe bin.
00:01:31: Der Hintergrund dieser Thematik ist eigentlich dass wir in der Praxis das so oft beobachten, dass Frauen unter dem Thema leiden, dass sie sich schlecht fühlen Obwohl eigentlich im Außen alles wunderbar ist oder scheint.
00:01:53: Dass sie vielleicht kommen und sagen, ich fühle mich so leer oder ich weiß nicht was ich will oder irgendwie habe ich keine Energie mehr und ich weiß gar nicht warum denn das so ist Und ich hätte mich eigentlich gerne gerne.
00:02:10: Also da kommt das selbstliebe Thema Rein und zwar weil das oft auch so gekoppelt ist mit vielen selbst abwertenden Gedanken oder vielen Erwartungen an sich selbst, die nicht erfüllt sind.
00:02:28: Und das häufig eben gar nicht ganz klar ist.
00:02:31: woher kommt diese Erschöpfung?
00:02:33: Oder woher kommen diese Lehre?
00:02:44: schon wüsste, dass sie eigentlich gerne mehr für sich tun würde oder mehr sich abgrenzen würde und bei der dann die Schuldgefühle so sehr im Vordergrund sind.
00:02:56: Die es wie... ...die Verbindung macht?
00:03:00: Es würde mir glaube ich besser gehen wenn ich für mich schauen würde aber ich darf nicht!
00:03:06: Und diese beiden Phänomene hängen eigentlich zusammen.
00:03:13: Ganz genau als es gibt immer irgendeinen Widerstand etwas, was uns daran hindert für uns einzustehen und um uns selber zu kümmern.
00:03:27: Und das sind oft unangenehme Gefühle und die Koppelung an Glaubenssätze, die biografisch geprägt sind.
00:03:38: Ja, ungesellschaftlich häufig bei Frauen oder?
00:03:42: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:03:44: Du hast da ganz viele Zahlen und Studien auch studiert, als wir letztes Jahr eine Webinar gemacht haben zu diesem Thema.
00:03:55: also was an gesellschaftlichen Erwartungen an Mädchen und Frauen noch da ist und zwar implizit vor allem aber auch explizit.
00:04:07: Das prägt natürlich so ein Frauenleben in der Schweiz schon auch noch signifikant, das muss man sagen.
00:04:16: Und was mich als ich diese Zahlen zusammengetragen habe sehr schockiert hat war dass es eben wirklich so breit durchs Band... Dass wir durchs band damit konfrontiert sind.
00:04:28: also eine Studie die ich gefunden habe die hat untersucht wie viele Protagonistinnen von Bilderbüchern sind weiblich und das sind erschreckend kleine Zahlen, wir können die in den Show Notes reinschreiben.
00:04:46: Und zwar bei den Menschen in Büchern aber auch bei den Cartoon-Tieren und sogar bei den cartoon Pflanzen ist die große große Mehrzahl männlich.
00:04:59: Da lernen wir ja als Mädchen dann schon ganz viel über, wie die Welt funktioniert und welche Rolle wir einnehmen.
00:05:11: Und wenn Frauen da sind, dann ist es ganz häufig nur eine Frau Oder es sind zwei Frauen, die aber nicht miteinander über Dinge sprechen außer über Männer.
00:05:23: Also dann konstellieren so die Frauen rund um die Männer oder?
00:05:28: Und das ist ja dann wie... Das lernt dann das Mädchen!
00:05:30: Das ist meine Aufgabe zu schauen was jetzt die Männer von mir denken
00:05:38: Da könnte man jetzt schon so ein bisschen ketzerisch fragen.
00:05:40: Ja, also aber inwiefern hat es wirklich einen Einfluss?
00:05:44: Also weißt du so oder ich höre da schon Stimmen die sagen ja ist ja nur ein Bilderbuch also macht kein Drama und das
00:05:55: ist halt.
00:05:56: oder wie werde ich repräsentiert?
00:05:59: also wie wird meine Gruppe repräzentiert?
00:06:01: im Bilderbuch oder in Filmen?
00:06:04: bin ich da überhaupt vorhanden, das macht etwas mit dem Selbstbewusstsein.
00:06:10: Wie wichtig bin ich?
00:06:13: Also was ich jetzt schon recht spannend fand war eine Diskussion gestern mit meiner Tochter zum Thema Brüste und Bikini.
00:06:23: Da habe ich auch gemerkt also weil sie ist jetzt fünfjährig und hat sich nicht mehr getraut nur in der Badehose im Bad zu spielen.
00:06:33: Und dann haben wir darüber diskutiert, weil sie wollte dann einen Oberteil anziehen und ich habe dann gesagt ja aber das brauchst du ja gar nicht und hab mich wie gemerkt wie sie geprägt ist von dem was sie einfach sieht, was sie beobachtet oder dass ich habe nie gesagt Mädchen müssen Ein Bikini-Oberteil tragen oder ein Badekleid, also darüber haben wir nie gesprochen.
00:06:59: Also es heißt Kinder beobachten, Kinder lernen über das was in ihrer Umwelt passiert und vor allem auch über Geschichten.
00:07:12: Bücher spielen bei uns eine sehr große Rolle schon von klein auf oder Kinder interessieren sich so generell eigentlich für Bücher, für Geschichten und lernen daraus sehr viel also vor allem Sprache.
00:07:29: Aber auch sehr viele Zusammenhänge, oder?
00:07:32: Voll unter Rollen.
00:07:33: und was ist wie ja
00:07:36: genau.
00:07:37: Und das finde ich schon noch eindrücklich.
00:07:39: oder man kann dann schon sagen die ist ja nur ein Buch.
00:07:41: jetzt mach mal nicht so.
00:07:44: Aber ja, eben alles was in unserer Welt irgendwie repräsentiert wird und eine Rolle spielt wird aufgenommen.
00:07:53: Und wird für das Richtige oder die Wahrheit gehalten.
00:07:57: Alles was wir Erwachsene auch sagen oder nicht sagen ebenso.
00:08:02: Das ist etwas was ich oft noch in der Psychotherapie diskutiere mit den Menschen.
00:08:08: Es ist nicht immer offensichtlich was uns alles geprägt hat und war sie eben zu gewissen Glaubenssätzen führte, sondern es kann wirklich auch sehr subtil sein.
00:08:19: Und das ist oft noch eindrücklich.
00:08:21: Deshalb ist es so wichtig dass es eine Diversität gibt in den Bildernbüchern und in der Body und wo auch immer oder?
00:08:33: Ich weiß nicht ob du das gesehen hast.
00:08:35: Es gab viele Zusammenstellungen von Kinder auf Color, die geschaut haben wie diese neue Ariel-Verfilmung rauskamen.
00:08:45: Wo ja
00:08:45: die Hauptperson auch ein Mädchen of color ist und das war so berührend weil sie wirklich sich so gefreut oder so geweint haben.
00:08:54: She looks like me!
00:08:58: Das macht etwas mit einem wenn einfach niemand ausschaut wie man selbst dort wo man irgendwas sieht Sei das im Film oder im Buch, was auch immer.
00:09:10: Das gibt schnell so ein Gefühl von ich gehöre nicht dazu.
00:09:13: Genau.
00:09:15: Davon kann ich dir Lieder singen ja?
00:09:18: Ja genau!
00:09:20: Weil eben es gibt wie so diese Vorstellung dass sie jemand so aussieht oder sich so spricht oder so ist
00:09:28: Oder eben die und die Rolle haben soll, oder wenn wir jetzt auf die Prägung vom Netz sein zurückkommen.
00:09:36: Was ist die Rolle von einem Mädchen?
00:09:38: Was isst die Rolle eines Jungen?
00:09:41: Letztlich hat mir meine Freundin erzählt dass ihr die Lehrperson gesagt habt ihr Mädchen wird neben einen Jungen gesetzt damit dieser sich konzentrieren kann.
00:09:52: was ich auch gedacht habe okay krass Das ist ja irgendwie verständlich, dass die Lehrperson irgendwas macht damit das funktioniert und trotzdem ist es eine Rolle, die ihr einfach zugeschrieben wird.
00:10:05: Du beruhigst jetzt diesen Jungen?
00:10:07: Du hast Carearbeit!
00:10:11: Und das ist auch eindrücklich finde ich wie die Mädchen schon früh in diese Rolle kommen fürsorglich zu sein für andere zu fragen und zu schauen was braucht brauchen die anderen und auch dafür zu sorgen, dass sie das Gleichgewicht halten wenn andere Kinder sich nicht an die Regeln halten.
00:10:36: Und ich würde schon sagen, das ist jetzt wahrscheinlich eine Verallgemeinerung, die es nicht wissenschaftlich, weil ich dazu keine direkte Studie habe sondern es ist einfach eine Alltagsbeobachtung, mir erzählt wird im Kindergarten gibt es einige Jungs, die machen Radau Und ich schaue, dass sich dann alles richtig mache.
00:11:00: Voll!
00:11:02: Und wir leiden darunter wenn mir das Turnen abbrechen müssen weil es die Jungs nicht an die Regeln halten und so weiter.
00:11:11: Es gibt ganz viele Beispiele, die mich aufhorchen lassen und wo ich einfach merke Das ist schon eindrücklich Was haben wir Mädchen denn?
00:11:22: Neben dem, dass ich natürlich auch als Frau geprägt und sozialisiert bin in dieser Welt.
00:11:27: Und eben auch viele blinde Flecken haben natürlich als Mutter?
00:11:31: Aber was bringen denn die Mädchen so mit?
00:11:34: Was sie so schnell in diese Rolle bringt Mit der Sie sich auch längerfristig identifizieren können Je nachdem oder außer.
00:11:44: das wird vielleicht noch ein bisschen anders gefördert aber das ist dann eben das Problem.
00:11:50: Meine Identität ist gekoppelt an die Fürsorge für andere.
00:11:55: Und ich bin nicht mehr oder weniger, aber wer bin ich denn wenn ich das nicht mehr tue?
00:12:03: und dass sie wird dann im Erwachsenenalter irgendwann eine große Frage?
00:12:09: Und was braucht es damit ich es nicht mehr so exzessiv tun?
00:12:13: und wo ist eigentlich die Grenze für andere da sein Und für mich da sein, woran orientiere ich mich?
00:12:22: Weil wir sind ja schon aufeinander bezogen und füreinander da im Idealfall.
00:12:27: Ja das ist ein wichtiger Teil des Menschseins oder dass wir soziale Wesen sind und den sozialen Kontakt suchen und auch geben natürlich Und wo ist die Grenze?
00:12:39: Das ist manchmal sehr subtil, oder?
00:12:42: Wenn wir in der Praxis arbeiten mit Menschen dann kommt schnell so das Ja aber ich darf doch nicht egoistisch sein.
00:12:48: Oder da bin ich doch egoistig wenn ich auf mich selber achte und ich will auf gar keinen Fall egoistich sein.
00:12:57: Da kommt dann die große Frage, was ist denn eigentlich Egoismus?
00:13:06: Und das ist schon so, also Egoismus... Wirklich dann, wenn ich meine Bedürfnisse über die Bedürbnisse von anderen stelle.
00:13:16: Also wenn ich der Überzeugung bin dass die Anderen keine Rechte haben.
00:13:25: Das ist wie so das Gegenteil von den Bedürfenissen der anderen stehen über allem auch über meinen bedürfnissen.
00:13:31: Das sind die Umkehr.
00:13:36: Und ich würde sogar sagen... Bei deinem ersten Teil deines Satzes bin ich gar nicht ganz sicher, ob das Egoismus ist.
00:13:42: Du hast gesagt wenn ich meine Bedürfnisse über die Bedürfenisse von anderen stelle und ich weiß was du meinst aber eigentlich könnte man sagen es ist auch gut die eigenen bedürfnissen ein bisschen über die der an von irgendwelchen anderen Leuten zu stellen oder weil ich sehr gut wenn ich mir nahe bin Aber ich weiß schon, was du meinst.
00:14:05: Oder wenn ich immer meine Bedürfnisse völlig drüber stelle und die anderen gar keine Bedürfenisse haben dürfen dann ist es sicher Egoismus.
00:14:14: aber ich finde die eigenen bedürfnissen oder mal über die der Anderen zu stellen das wäre immer noch Selbstliebe Das wär immer noch okay.
00:14:24: Ich verstehe deinen Punkt aber ich finde... Und es hat auch Klärungsbedarf aber es ist schon so.
00:14:30: Meine Bedürfe sind nicht wichtiger als deine Aber ich habe Bedürfnisse und du auch.
00:14:37: Und wenn das uns in einen Konflikt bringt, dann schauen wir, dass wir Kompromisse finden.
00:14:43: Voll!
00:14:44: Weil... Ich fahre nicht mit der Dampfwalze über deine Bedürfenisse im Idealfall.
00:14:49: Ja ja genau.
00:14:50: Kann schon mal passieren mit meinem Charakterstil aber es
00:14:52: ist so.
00:14:57: Eigentlich wäre die Meinung das Wir ein auch Musik gehört haben, dafür was denn die anderen brauchen und wollen.
00:15:08: Ohne dass wir die priorisieren.
00:15:09: aber wie hören das?
00:15:12: Wir wissen
00:15:13: das, wir fragen.
00:15:15: Und da geht es aber wirklich dann um die direkten Interaktionen oder so.
00:15:20: Und natürlich auch im größeren Ganzen.
00:15:23: ich mache mir Gedanken was hat mein Handeln und mein Tun für einen Einfluss auf das Kollektiv irgendwo oder so?
00:15:31: Ich fahre nicht auch wortwörtlich mit der Dampfalze morgens um fünf durch die Stadt und wecke alle auf.
00:15:37: Also ich habe da schon ein bisschen Respekt, oder?
00:15:42: Egoismus hat für mich schon etwas mit Grenzebeschreitungen zu tun, mit Respektlosigkeit, mit Abwertung, mit einer Hierarchie...
00:15:52: Ja!
00:15:53: Mit einem eben, ich bin besser als du Ich bin wichtiger als du, ich bin mehr als du.
00:16:02: Und die Mitte wäre für mich Augenhöhe?
00:16:06: Ja und in der Situation wo wir beide verschiedene Bedürfnisse haben und sie uns mitgeteilt haben kann es mal sein dass wir dann meine bedürfnisse priorisieren für heute und morgen dann deine oder umgekehrt.
00:16:23: Oder es kann sein, dass wir beide merken hey wow ich bin heute überhaupt nicht kompromissbereit.
00:16:29: Also gehen wir eine Stunde jeweils das machen was gerade mein Bedürfnis ist und du das was dein bedürfnis ist und dann finden wir wieder zusammen.
00:16:39: also es kann schon sein oder dass man wie merkt wow meinbedürfness ist jetzt gerade so wichtig und teins aber auch Und dann machen wir jeweils etwas Einzelnes, oder?
00:16:48: Also die Kompromisse können ja ganz unterschiedlich aussehen und da auch zu merken was ist jetzt gerade wie wichtig wem.
00:16:57: Und das ist ja das Spannende dass oft der Gedanke ist Ja ich vermeide jetzt diesen Konflikt und gebe einfach nach und sage einfach jetzt mach mir das was du willst.
00:17:09: und diese Auseinandersetzung ist aber eigentlich hochspannend
00:17:14: Und das kann ganz interessante Lösungen geben, oder auch?
00:17:17: Ja.
00:17:18: Und es kann ganz neue Lösungsansätze auch geben mit denen dann beide ganz glücklich sind.
00:17:24: also es generiert eigentlich Nähe wenn wir über unsere Bedürfnisse sprechen im Beziehungen und nicht zwingend nur Streit- und Konflikt.
00:17:37: Das kann aber schon auch passieren.
00:17:40: ja leider Zum Glück, whatever.
00:17:45: Je nachdem wie man zu Konflikten steht kann es schon mal sein dass das nicht gut ankommt.
00:17:53: Dass vielleicht ein Gegenüber auch in den Schutzmodus fällt
00:17:57: und
00:17:58: Dinge sagt die sie oder er vielleicht aus einer Verletztheit, aus einer eigenen Geschichte sagt Wo es dann wieder darum geht, okay und wie kommuniziere ich das jetzt so dass es auch ankommt?
00:18:13: Und wie hoch ist meine Bereitschaft auch und die das Gegenüber wirklich zu interagieren miteinander um zu kommunizieren.
00:18:24: Ja und wenn wir noch mal zur Prägung zurückgehen merke ich oder wenn Mütter in der Selbstliebe sind oder Eltern generell, in der selbstlieben sind und es schaffen die eigenen Bedürfnisse auch zu verbalisieren und irgendeine Balance zu finden.
00:18:45: Dann höre ich häufig von Frauen also von den Töchtern dann dass es für sie klar ist das Sie auch Bedürfenisse haben dürfen, dass es nicht verhandelbar ist sich einen Abend frei nehmen dürfen oder was auch immer, wenn sie dann selber Mütter werden.
00:19:03: Und das ist ja eigentlich dann sehr, sehr schön, oder?
00:19:07: Also häufig haben wir ja als Mütte so die Angst, wow!
00:19:10: Wenn ich jetzt so egoistisch bin, dann schade ich meinen Kindern und ganz, ganz häufig ist aber, was ich sehe, wenn ich so die Herkunftsgeschichte anschaue mit allen Generationen vorher, dass wenn eine Frau das gemacht hat, dass das dann plötzlich wie okay wird... ...und die Erlaubnis gibt für die anderen Frauen in der Generationenlinie, was er dann so schön ist oder?
00:19:32: Das ist mega wichtig, oder?
00:19:34: Also weil wir haben glaube ich schon mal in irgendeiner Folge darüber gesprochen.
00:19:39: Dieser Muttermütter hält sich hartnäckig, den beobachte ich bei mir auch.
00:19:44: Ja total!
00:19:45: Ich auch.
00:19:46: Also das ist schon so... Auch wenn wir uns dessen bewusst sind noch schwierig wirklich umzusetzen.
00:19:51: So okay ich habe jetzt auch ein Bedürfnis nach Freizeit, Freiraum.
00:19:57: Darf ich das?
00:20:01: Und wenn die Kinder protestieren, darf ich das dann auch noch?
00:20:07: Was sie ja schon manchmal tun.
00:20:08: Ja!
00:20:09: Das ist Jaffies oder?
00:20:10: Weil die wollen das natürlich je nachdem nicht.
00:20:14: Vielleicht freuen Sie sich auch mal.
00:20:15: aber bei mir heißt es immer so... Nein,
00:20:18: Mami!
00:20:20: Hi!
00:20:22: Da bin ich so... Darf' ich das jetzt oder nicht?
00:20:28: Und das braucht schon, ja?
00:20:31: Braucht dann ein bisschen Gegensteuer und sagen so Ja doch.
00:20:34: Nein, das ist jetzt okay.
00:20:39: Das zeigt auch wieder auf die perfekte Mutter, die ist schädlich.
00:20:48: Die, die immer da war und immer alles kein Problem war und auch mit sieben Kindern alles mit links geschafft hat.
00:21:00: Das ist nicht gut, weil das es nicht der Realität.
00:21:07: Und das schafft dann über triebene Erwartungen an die nächsten Generationen ganz oft?
00:21:16: Da hilft mir schon – ich habe jetzt auch wieder beim Frauenstreik gemerkt oder diese Demonstration und diese Parolen, die wecken auf!
00:21:27: Ich schau das jedes Jahr gerne an.
00:21:29: Dieses Jahr waren wir nicht dabei, aus Zeitgründen.
00:21:35: Aber eine Parole war eben dieses Care-Arbeit und der Werbsarbeit unter einen Hut bringen, das ist einfach ein zu großer Hut.
00:21:42: wo ich auch gemerkt habe so ja es ist einfach der Huts einfach ein bisschen zu groß und ich hab doch immer wieder den Anspruch dass sich diesen Hut irgendwie zusammenkriegen
00:21:52: Und
00:21:53: da manchmal einfach ein wenig Druck rauszunehmen und sagen so Ja es geht jetzt einfach
00:21:58: nicht
00:21:59: Da ist jetzt halt einfach ein Haus zu Hause.
00:22:03: Dinge sind unerledigt, das geht einfach nicht anders.
00:22:08: Oder in der Praxis wird ein Termin doppelt vergeben?
00:22:12: Ja, Fehler passieren genau!
00:22:18: Das macht uns ja menschlich schlussendlich.
00:22:20: Es kann auch mal nerven natürlich und es tut mir leid für jeden Termin den ich doppelt vergeben
00:22:25: habe... Was ist das?
00:22:29: Zum Glück nicht so häufig, aber ja manchmal schon.
00:22:33: Ja klar also das sind so Geschicke oder?
00:22:36: Unachtsamkeiten die so schnell passiert sind.
00:22:42: Und das ist so das Stichwort Selbstliebe.
00:22:44: oder was bedeutet denn das als Gegenüberstellung?
00:22:48: Ich finde es ist ein großes Wort
00:22:51: Und ich finde, genau mit diesem Missgeschicken oder für mich ist Selbstliebe zu wissen hey manchmal habe ich ein Chaos und Ordnung ist nicht meine Stärke.
00:23:03: Und trotzdem liebe ich mich so wie ich bin!
00:23:07: Und es gibt Dinge die kann ich super gut und auch mit diesen Dingen liebe Ich mich.
00:23:13: also wie?
00:23:14: Oder... Der ganze Blumenstrauß an Dingen, die schön sind.
00:23:18: An schönen Blumen an vielleicht schon halb verfälten Blumen all das liebe ich!
00:23:23: All das ist okay und ich finde nicht oh wie toll dass sich das verhänge aber es gehört dazu und es ist ok.
00:23:32: Ja es gibt ja schon diesen Moment in dem Ich mir überlege so was ist jetzt da falsch gelaufen oder?
00:23:38: Ja logisch
00:23:39: Wie kann ich das besser machen?
00:23:41: Das ist nichts dass es nicht selbstliebe, einfach darüber hinwegzuschauen und so zu tun als wenn nichts passiert wäre.
00:23:50: Das wäre eher Ignoranz und das wäre wieder ein Geschwister vom Egoismus.
00:23:57: Sondern es geht wirklich darum, das differenziert anzuschaut und sich nicht ähnerlich aufzufressen
00:24:03: deswegen.
00:24:04: Und das kostet so viel Energie oder?
00:24:06: Und das ist genau das Thema.
00:24:08: Wenn ich etwas falsch mache... wenn ich nicht für alle da sein kann, habe ich Schuldgefühle.
00:24:15: Ob ich ein schlechtes Gewissen... Das sind alte Geschichten, das sind alte Glaubenssätze, oder?
00:24:23: Ja!
00:24:24: Dass du eben für alle hier sein musst, dass du perfekt sein musst und was auch immer leisten musst.
00:24:32: Und es gibt Dinge die auch okay sind zu sagen hey an dem möchte ich arbeiten und das will ich verändern weil das stört mich so sehr.
00:24:41: Und trotzdem, auch wenn mich das jetzt so sehr stört bin ich okay.
00:24:48: Das gehört ja wie auch dazu.
00:24:49: man muss nicht alles... Also man darf ja Persönlichkeitsentwicklung machen auf jeden Fall.
00:24:55: Im Idealfall hat man die Kapazitäten hat und das ist ja das Schöne.
00:25:03: oder unsere Fehlerhaftigkeit?
00:25:07: Unsere Unzulänglichkeiten bringen uns in eine Entwicklung.
00:25:12: Stell dir vor, wir wären alle perfekt.
00:25:15: Dann werden wir so Barbie... Ich hab zwar den Film nicht schauen können, ich habe das nicht ertragen aber es gibt gar bei diesem... Ich
00:25:20: bin's auch nicht verwehrt.
00:25:22: Ich hab das mal im Flugzeug versucht anzuschauen.
00:25:26: Aber ich fand das irgendwie ganz schwierig und dort gibt es diese Barbie-Welt wo alle aus Plastik sind.
00:25:33: die Altern nicht und sie verändern sich nicht.
00:25:37: dann ist das so wie es ist und das ist ja mega langweilig
00:25:41: Ja, schrecklich.
00:25:47: Und dieses Wort der Selbstliebe ist ja schon auch ein großes Wort.
00:25:51: also liebst du dich innig?
00:25:57: Wie fühlt sich das an?
00:26:01: Ich würde sagen ich spreche Lieb zu mir!
00:26:05: Ich bin wirklich selten richtig fies zu mir.
00:26:09: Ich spreche lieb mit mir und ich würde sagen Also, wie ich eine Freundin liebe.
00:26:20: Also irgendwie so...
00:26:22: Wie ich einfach jemanden, die ich mag, liebe!
00:26:25: So wird es beschreiben.
00:26:27: Es fühlt sich wie so ähnlich an und das beinhaltet ja auch oder ist nicht eine idealisierte Liebe von wow, das ist die größte Person, die Beste, die Tolste weil manchmal nervst du mich auch Oder wäre auch immer, oder?
00:26:43: Und manchmal lerfe ich mich selber auch.
00:26:46: Also ich würde sagen es ist irgendwie so recht ähnlich.
00:26:50: Ja und du sprichst ja etwas Wichtiges an... ...oder also diese Begriff der Liebe das wird oft so idealisiert und es ist so... Es ist so boah!
00:26:59: Es ist ein Feuerwerk der Gefühle und es is klar.
00:27:05: Und ich nehme das aber auch so wahr.
00:27:06: Das ist eigentlich ruhig.
00:27:11: Es ist lebendig, aber das Nervensystem ist nicht im FightFlight.
00:27:19: Und es ist einfach gut so wie es ist und es fließt.
00:27:29: Was nach innen fließst kann dann auch nach außen fließen.
00:27:33: Dann gibt es ganz schöne Dialoge und Konversationen über meine Bedürfnisse und deine Bedürfenisse Das Leben.
00:27:43: Und das ist übrigens auch das, was ich so genieße in unserem Podcast oder?
00:27:50: Es ist ein liebevoller Dialog der oft entsteht und das ist einfach friedlich.
00:28:01: Cool!
00:28:05: Ich glaube es ist auch nicht jeden Tag genau gleich, oder?
00:28:08: Ich habe das Gefühl sie ist auch zyklusabhängig.
00:28:10: Manchmal schaue ich in den Spiegel und finde hey wow mega cool Und es gibt Tage, wo ich anders in den Spiegel schaue.
00:28:18: Das ist ja auch mit Freundschaften so oder?
00:28:21: Manchmal ist man voll geflasht und es läuft super gut und manchmal ist das einfach okay!
00:28:29: Und auch in Liebesbeziehungen.
00:28:36: Ja also die Selbstliebe hat nicht den Anspruch dass sich jetzt da völlig... selbst verliebt finde.
00:28:43: ich bin die beste und die größte auf der ganzen welt das wäre wieder karakterstil sondern es ist wirklich so dass ich mir selber zugewandt rede liebevoll mit mir und ich drücke aus was sich fühle anstatt darüber nachzudenken, was die anderen bräuchten.
00:29:02: Und wir sagen das jetzt einfach so einfach.
00:29:04: aber wir haben auch ganz viel an diesen themen selbst gearbeitet Und es ist ein Ongoing-Prozess, ich finde diese Anglizismen doof.
00:29:16: Aber das habe ich mir gar nicht eingefallen.
00:29:21: Ein Prozess der anhält oder?
00:29:23: Ja und ich glaube man kann auch rausfallen.
00:29:26: oder also wir würden jetzt IBPmäßig sagen wenn wir fragmentieren dann fallen vielleicht aus dieser Selbstliebe raus und sind ja in den Vorwürfen oder Innenscham oder Schuldgefühlen.
00:29:40: Auch das ist okay, auch das ist der Teil des Prozesses oder?
00:29:46: Und da muss man schon aber schon sagen diese Fragmentierungen die werden weniger.
00:29:51: Mhm zum Glück.
00:29:53: Also mich hat letztendlich jemand gefragt ja aber wird das irgendwann anders oder besser?
00:29:59: Da kann ich schon sagen als eigener Erfahrung Ja
00:30:03: Das wird es!
00:30:09: Ja also wenn dich das Thema Berührt, anspricht.
00:30:13: Wenn du mehr darüber erfahren möchtest dann schau vorbei bei uns herzwertspunktch.
00:30:23: Ja es ist so schön!
00:30:25: Ich fand jetzt... also ja das ist ein schönes rundes Bild oder?
00:30:29: Von wie sieht diese Selbstliebe aus?
00:30:32: Wie ist die?
00:30:33: Sehr schön
00:30:36: Versus Egoismus.
00:30:37: Das Ego ist ein Wort aus der Psychoanalyse.
00:30:44: Ich bin nicht so bewandert mit Theorie und so, aber das ist wirklich ein psychologisches Wort mein Ego.
00:30:50: Und das würden wir im IBP unter Charakterstil einordnen.
00:30:58: So um das noch geklärt zu haben?
00:31:01: Ist ja ein großes Begriff und es ist nicht so einfach das zu übersetzen, aber es gehört irgendwo dorthin.
00:31:06: also einen Schutzmechanismus sich stellen mich über andere um meinen Selbstwert zu schützen
00:31:13: Und die Selbstliebe wäre im IBP beim Kern selbst anzusiedeln.
00:31:19: In der Mitte!
00:31:22: Ja und in diesem Sinne wünschen wir euch keine gute Zeit auf eurem Weg, der Entwicklung und bis zum nächsten
00:31:31: Mal.
00:31:32: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:31:34: Tschüss.
Neuer Kommentar